Workshop „Election Forecasting“

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Forecasting Politics am Center for Advanced Studies der LMU München fand am 15. Juli 2013 ein Workshop zum Thema „Election Forecasting“ statt. Auf Basis von Vorträgen eingeladener Experten diskutierten die Teilnehmer die Leistungsfähigkeit von drei Prognosemethoden: Prognosemärkte, quantitative Modelle, und Vorhersagen auf Basis von Twitter-Nachrichten. Die Vortragsfolien sind hier verfügbar.

Eingeladene Vorträge im Rahmen des Workshops:

Von Konjunktur bis Politik – Prognosebörsen als Experimentallabor
Tobias Kranz, Karlsruhe Institute of Technology

How the Chancellor Model Picks Merkel in 2013
Thomas Gschwend, Universität Mannheim

Predicting Elections with Twitter. What 140 Characters Reveal about Political Sentiment
Andranik Tumasjan, TUM München

Abendvortrag

The Right Look. Conservative Politicians Look Better and Voters Reward It
Panu Poutvaara, ifo Institut

Sind konservative Politiker attraktiver?

Zu diesem Ergebnis gelangen jedenfalls Niclas Berggren, Henrik Jordahl und Panu Poutvaara in einer Studie zur Attraktivität  finnischer Politiker. Doch hilft dieser Attraktivitätsbonus auch dabei, Wahlen zu gewinnen?

Panu Poutvaara wird diese und andere Fragen nächsten Montag im Rahmen eines Vortrags am Center for Advanced Studies der LMU München diskutieren.

The Right Look: Conservative Politicians Look Better and Voters Reward It
Prof. Dr. Panu Poutvaara (ifo Institut)
Center for Advanced Studies (CAS), Seestraße 13, 80802 München
Montag, 15. Juli 2013 um 18:15 Uhr

Die Teilnahme ist offen. Interessierte mögen sich bitte unter info@cas.lmu.de anmelden.

Falls Sie es nicht zum Vortrag schaffen sollten, das dem Vortrag zugrunde liegende Working Paper ist hier im Volltext verfügbar.

Poutvaara

Polly im Anflug nach Deutschland

Seit 2004 prognostiziert PollyVote den Ausgang der U.S. Präsidentschaftswahlen mit großem Erfolg. Über die letzten drei Wahlen verfehlte die finale PollyVote-Prognose das tatsächliche Wahlergebnis im Mittel nur um etwas mehr als einen halben Prozentpunkt. Zum Vergleich: der mittlere Fehler der finalen Umfrage des Gallup-Instituts war mit 1,9 Prozentpunkten drei Mal so hoch. Polly’s Erfolgsgeheimnis liegt in der strikten Anwendung einer der effektivsten Regeln zur Erstellung genauer Prognosen: der mechanischen Kombination von Vorhersagen.

Dieses Jahr wagt sich PollyVote zum ersten Mal an eine Wahl außerhalb der USA und erstellt Prognosen für die diesjährige Bundestagswahl. Das Vorgehen ist identisch zum amerikanischen Vorbild: PollyVote kombiniert Prognosen innerhalb und über vier Komponenten von Vorhersagemethoden: Wahlabsichtsbefragungen (in Deutschland auch als Sonntagsfrage bekannt), Prognosemärkte, Experteneinschätzungen und quantitative Modelle.

Die aktuelle Version von PollyVote könnte auch als „Polly light“ bezeichnet werden, stehen derzeit doch lediglich Daten von Wahlumfragen und Prognosemärkten zur Verfügung. Polly rechnet mit ersten Einschätzungen des Expertenpanels und Prognosen quantitativer Modelle ab Mitte Juli.

Das Kuchendiagramm in der Rechten Spalte zeigt jeweils Polly’s aktuellste Prognose. Diese wird täglich aktualisiert, oder wann immer neue Informationen zur Verfügung stehen.